Mit der neuesten Publikation der Nachwuchsgruppe Moderne Strukturchemie um Dr. Yaşar Krysiak ist es dieser nun offiziell gelungen, die dreidimensionale Elektronenbeugung (3D ED) als Werkzeug zur routinierten Aufklärung atomarer Strukturen kleinster Partikel an der Leibniz Universität Hannover zu etablieren. Die noch recht junge Methode erlaubt Einblicke in den atomaren Aufbau von Nanopartikeln, welche über andere Methoden nur schwer oder gar nicht zugänglich sind.
In ihrer neuesten Publikation konnte Yann Schmitt aufzeigen, dass neben der Messgeometrie auch die intrinsischen Eigenschaften der Partikel selbst entscheidend die finale Güte der ermittelten Strukturmodelle beeinflussen. In diesem Kontext wurde in Zusammenarbeit mit Prof. Sergi Plana-Ruiz der autonomen Universität Barcelona erstmals eine Reihe verschiedener Keramiken, darunter prominente Kandidaten für den Einsatz in Lithiumbatterien, systematisch auf ihr Potenzial zur Bestimmung feinster Strukturdetails untersucht. Damit ist nicht nur ein bedeutender Schritt hin zu einem besseren Verständnis der Methode selbst getan, sondern zugleich auch ein neues Spektrum an Energie-Materialien für zukünftige Analysen mit Hilfe von 3D ED eröffnet.
Der Artikel mit dem Titel „Benchmarking 3D electron diffraction strategies for ceramics“ ist erschienen in der Fachzeitschrift IUCRJ und wurde bereits von Prof. Holger Klein von der Universität Grenoble kommentiert: